Costa Rica Species
Plumeria rubra
PlantaeIUCN LCIn Bearbeitung Kürzliche Sichtung

Plumeria rubra

Rote Frangipani

L., 1753

Texte Mehrsprachig
Die Rote Frangipani (Plumeria rubra) ist ein kleiner bis mittelgroßer, sommergrüner Baum, der in ganz Mesoamerika wegen der blendenden Schönheit und des berauschenden Duftes seiner Blüten immens beliebt ist und verehrt wird. Er gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) und weist eine ungewöhnliche Struktur auf: dicke, fleischige, etwas knorrige Äste, die beim Anschneiden einen reichlichen, klebrigen weißen Milchsaft absondern. Seine Blätter sind groß, dunkelgrün und an den Enden der Zweige gebündelt. Sein größter Stolz sind jedoch seine wachsartigen Blüten mit fünf spiralförmig überlappenden Blütenblättern, deren Farbe von Karmesinrot und leuchtendem Rosa bis hin zu Gelb und reinem Weiß mit gelber Mitte reichen kann. Sein ursprüngliches natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Zentralmexiko über Mittelamerika bis nach Kolumbien und Venezuela. Er ist ein tief verwurzeltes Symbol in der tropischen Kultur, wird häufig in Parks, Gärten und Friedhöfen auf der ganzen Welt gepflanzt und wird als Nationalblume Nicaraguas (unter dem Namen Sacuanjoche) gefeiert.

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Julia Trouin

Taxonomie

StamTracheophyta
KlasseMagnoliopsida
OrdnungGentianales
FamilieApocynaceae
GattungPlumeria
Taxonomische AutoritätL., 1753

Ökologie & Status

Herkunft

Heimisch

Trend

Stabil

Wuchsform

--

Blatttyp

--

Blütezeit

--

Sichtungen

Ja

Lebensraum Mehrsprachig

Er ist ein natürlicher Überlebenskünstler in trockenen Ökosystemen. Sein natürlicher Lebensraum sind tropische Trockenwälder, felsige Hänge und laubabwerfendes Dornengestrüpp vom Meeresspiegel bis in 1.500 Meter Höhe. Er benötigt volle Sonne und sehr gut durchlässige Böden, um zu gedeihen. Er ist sehr tolerant gegenüber extremer Dürre, salziger Gischt und Wind und kommt in den Küstengebieten des costa-ricanischen Pazifiks (wie Guanacaste) häufig vor. Dank seiner Widerstandsfähigkeit und Schönheit hat er sich in peri-urbanen Lebensräumen und tropischen Gärten auf der ganzen Welt eingebürgert.

Licht- & Wasserbedarf Mehrsprachig

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Verhalten Mehrsprachig

Die Phänologie der Frangipani prägt die Ästhetik des tropischen Laubwaldes auf dramatische Weise. Nachdem er monatelang der gnadenlosen Sonne ausgesetzt war und wie ein bloßes Skelett aus dicken Ästen ohne ein einziges Blatt aussah, verwandelt der Beginn der Fortpflanzungszeit den Baum. An den kahlen Spitzen seiner Stängel bricht er in massiven Blütenständen aus und bildet eine spektakuläre Blütenkrone, die Bestäuber aus meilenweiter Entfernung anzieht, bevor die Pflanze mit dem Einsetzen des Regens Energie für die Produktion neuer grüner Blätter aufwendet.

Toxizität / Nutzung Mehrsprachig

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Körpermaße

Länge (cm)

200.0 - 800.0 cm

Fortpflanzungsstrukturen

Blumenfotos (Max 2)

Kein Bild

Fruchtfotos (Max 2)

Kein Bild

Anpassungen Mehrsprachig

Giftiger Milchsaft (Phytochemische Abwehr): Alle Pflanzenteile sondern bei Verletzung einen reichlichen, milchigen Saft ab. Dieser Latex ist sehr reich an giftigen Alkaloiden und Triterpenen, die fast alle Insekten und Säugetiere davon abhalten, seine Blätter oder Stängel zu fressen, und er verschließt die Wunden der Pflanze schnell, um Infektionen in trockenen Umgebungen zu verhindern.
Sukkulente Stängel und drastischer Laubabwurf: Um die extreme mesoamerikanische Trockenzeit zu überleben, speichert die Pflanze große Mengen Wasser in ihren dicken, breiigen Ästen (sukkulentes Verhalten). Während der Dürre wirft sie 100 % ihres Laubs ab, um die Wassertranspiration zu stoppen, und verharrt in einem ruhenden 'Skelett'-Zustand, bis der Regen oder die Blüte wieder einsetzt.
Täuschungsbestäubung: Die duftenden Blüten produzieren keinen einzigen Tropfen Nektar. Ihr intensiver nächtlicher Duft und der visuelle Stern in ihrem Blütenschlund täuschen große Schwärmer (Sphingidae) dazu, ihren Rüssel auf der Suche nach Nahrung einzuführen. Während sie frustriert von Blüte zu Blüte wandern, übertragen sie Pollen, ohne dass der Baum Energie in die Nektarproduktion investiert hätte.

Bedrohungen Mehrsprachig

Verlust des Trockenwald-Lebensraums: Der tropische Trockenwald ist aufgrund von Viehzucht, Landwirtschaft und der Immobilienentwicklung an der Küste eines der am stärksten bedrohten und fragmentierten Ökosysteme in Mesoamerika. Die Zerstörung seines ursprünglichen Bioms isoliert wilde Populationen von P. rubra stark.
Frangipani-Rostpilz (Coleosporium plumeriae): Ein häufiger pilzlicher Erreger, der sich an der Blattunterseite festsetzt und gelb-orangefarbene rostfarbene Pusteln bildet. Er verursacht vorzeitigen Laubabwurf und schwächt den Baum stark, was seine Photosynthese beeinträchtigt, insbesondere in Gärten und bei übermäßig feuchtem Klima.

Fakten Mehrsprachig

Herkunft des Namens Frangipani: Obwohl die Gattung Plumeria nach dem französischen Botaniker Charles Plumier benannt wurde, stammt ihr gebräuchlicher Name 'Frangipani' vom Marquis Muzio Frangipani, einem italienischen Adligen aus dem 16. Jahrhundert, der ein beliebtes Parfum auf Bittermandelbasis erfand, das zum Parfümieren von Lederhandschuhen verwendet wurde. Als Entdecker Jahre später diese Blume in der Neuen Welt entdeckten und feststellten, dass ihr Duft mit dem europäischen Parfum identisch war, gaben sie ihr diesen Namen.
Nationalblume und kulturelles Symbol: 1971 wurde Plumeria rubra (unter dem Namen Sacuanjoche) zur Nationalblume Nicaraguas erklärt. Das Wort stammt aus dem Nahuatl (Zacuani=gelbe Feder, xochitl=Blume). Historisch gesehen sammelten alte mesoamerikanische Kulturen wie die Maya und Azteken inbrünstig ihre Blumen, um Königshäuser und den Adel zu schmücken und Girlanden für Gottheiten zu kreieren. Heute ist es weltweit das bevorzugte Material für die Herstellung der traditionellen blumigen 'Lei'-Girlanden auf Hawaii.
Feuerfeste Bäume: In ihrem natürlichen Lebensraum, dem tropischen Trockenwald, sind natürliche Waldbrände während der Dürrezeit häufig. Die dicken, fleischigen Stängel der Plumeria wirken als feuerhemmender Schild und machen sie überraschend widerstandsfähig gegen die schnell vorrückenden Flammen, die das umliegende Gestrüpp verzehren.