Costa Rica Species
Procnias tricarunculatus
AnimaliaIUCN VUIn Bearbeitung Kürzliche Sichtung

Procnias tricarunculatus

Dreilappenkotinga

(J. Verreaux & E. Verreaux, 1853)

Texte Mehrsprachig
Ein großer Schmuckvogel. Das Männchen hat einen rostbraunen Körper, einen weißen Kopf und drei auffällige, wurmartige, fleischige Hautlappen (Watteln), die vom Schnabelgrund herabhängen. Das Weibchen ist schlicht olivgrün und gelblich gestreift, ohne Hautlappen.

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Julia Trouin

Taxonomie

StamChordata
KlasseAves
OrdnungPasseriformes
FamilieCotingidae
GattungProcnias
Taxonomische Autorität(J. Verreaux & E. Verreaux, 1853)

Ökologie & Status

Herkunft

Heimisch

Trend

Abnehmend

Fortpflanzung

Trockenzeit

Rolle

Fruchtfresser

Sichtungen

Ja

Lebensraum Mehrsprachig

Ein altitudinaler Zugvogel. Brütet in den Berg- und Nebelwäldern (1200-2500 m) und wandert außerhalb der Brutzeit in tiefere Lagen, oft bis hinab in die Mangroven an der Küste.

Verhalten Mehrsprachig

Männchen singen von hohen, kahlen Ästen (Lek-Balz). Nähert sich ein Weibchen, reißt das Männchen den Schnabel extrem weit auf, schleudert die Watteln umher und stößt einen ohrenbetäubenden 'BONG' aus, der ihn oft durch den Rückstoß auf dem Ast zurückwirft.

Soziale Aktivität Mehrsprachig

Eher einzelgängerisch. Männchen singen in lockeren Leks, interagieren aber wenig. Weibchen leben isoliert und ziehen die Jungen völlig allein auf.

Ernährungsgilde Mehrsprachig

Fruchtfresser im Kronendach.

Details zur Nahrungskette Mehrsprachig

Spezialisierter Fruchtfresser (Lorbeergewächse). Er spuckt die unverdauten großen Samen wieder aus und ist so der wichtigste Förster des Nebelwalds. Eier und Küken fallen oft Tukane und Affen zum Opfer.

Fortpflanzungsverhalten Mehrsprachig

Polygam (Lek-System). Das Weibchen baut ein extrem lockeres, filigranes Nest (oft in Baumfarnen) und zieht das einzige Ei und spätere Küken komplett ohne die Hilfe des Männchens auf (ca. 20 Tage Brutzeit).

Körpermaße

Länge (cm)

25.0 - 30.0 cm

Gewicht (g)

140 g - 220 g

Nachkommen1 - 1
GeschlechtsdimorphismusJa

Lebenserwartung

Geschlechtsreife

24 - 48 Monate

Tragzeit

19 - 21

Lebenserwartung Geschätzt
Männchen5 - 10 Jahre
Weibchen5 - 10 Jahre

Geschlechtsdimorphismus

Männchen Mehrsprachig

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Weibchen Mehrsprachig

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Anpassungen Mehrsprachig

Modifizierte Syrinx: Überdurchschnittlich starke Bauchmuskeln und ein spezialisierter Stimmkopf ermöglichen es dem Männchen, extrem laute, glockenähnliche Rufe zu erzeugen, die kilometerweit hallen.
Breiter Rachen: Der Schnabel lässt sich extrem weit öffnen (der Spalt reicht weit nach hinten), was das Verschlucken riesiger wilder Avocados am Stück ermöglicht.

Bedrohungen Mehrsprachig

Verlust von Migrationskorridoren: Die Art leidet stark darunter, dass die Wälder in den mittleren und tiefen Lagen (ihre Winterquartiere) abgeholzt werden, selbst wenn ihre Brutgebiete geschützt sind.
Spezialisierte Nahrung: Die starke Abhängigkeit von bestimmten Lorbeergewächsen (wilde Avocados) macht sie anfällig, wenn diese wertvollen Nutzhölzer illegal geschlagen werden.

Fakten Mehrsprachig

Das Geheimnis der Watteln: Die fleischigen Lappen können nicht aktiv aufgeblasen werden (entgegen einem alten Mythos), sondern schlenkern wild beim Singen herum, um die Weibchen visuell zu beeindrucken.
Erlernter Gesang und Dialekte: Junge Männchen müssen ihren komplizierten Gesang von älteren Vögeln erlernen. Dadurch haben sich in verschiedenen Regionen unterschiedliche Dialekte entwickelt.