
AnimaliaIUCN LCIn Bearbeitung Kürzliche Sichtung
Gymnopithys leucaspis
Zweifarben-Ameisenvogel
(Sclater, 1855)
Texte Mehrsprachig
Ein mittelgroßer Vogel mit aufrechter Körperhaltung und stark kontrastierendem Gefieder. Die Oberseite und die Flanken sind leuchtend rostbraun, die Unterseite ist blendend weiß. Sehr auffällig ist die nackte, hellblaue Hautpartie um die Augen.
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Julia Trouin
Taxonomie
StamChordata
KlasseAves
OrdnungPasseriformes
FamilieThamnophilidae
GattungGymnopithys
Taxonomische Autorität(Sclater, 1855)
Ökologie & Status
Herkunft
Heimisch
Trend
Abnehmend
Fortpflanzung
Regenzeit
Rolle
Insektenfresser
Sichtungen
Ja
Lebensraum Mehrsprachig
Ein reiner Waldbewohner, der zwingend auf das dunkle Unterholz von intakten Regenwäldern angewiesen ist. Er meidet offene Flächen und gestörte Wälder konsequent.Verhalten Mehrsprachig
Ein nervöser, aktiver Vogel, der täglich nach den Zügen der Wanderameisen sucht. Hängt vertikal an niedrigen Stämmen und ruft lautstark, um sein Revier am Schwarm zu verteidigen.Soziale Aktivität Mehrsprachig
Leben in monogamen Paaren. An den Ameisenschwärmen dulden sie Artgenossen, kämpfen aber aggressiv um die besten Jagdplätze in einer strengen Rangordnung.Ernährungsgilde Mehrsprachig
Insektenfresser / Obligater Ameisenfolger.Details zur Nahrungskette Mehrsprachig
Reiner Fleischfresser. Ignoriert Ameisen und jagt stattdessen große Spinnen, Kakerlaken, Skorpione und Heuschrecken, die vor den Ameisen fliehen. Oft Beute von Bodenschlangen.Fortpflanzungsverhalten Mehrsprachig
Monogam. Nisten sehr bodennah in Baumstümpfen oder hohlen Palmenwedeln. 2 Eier werden ca. 15 Tage von beiden bebrütet. Die Nestlinge werden mit Insekten vom Ameisenschwarm gefüttert.Körpermaße
Länge (cm)
13.0 - 15.0 cm
Gewicht (g)
28 g - 34 g
Nachkommen2 - 2
GeschlechtsdimorphismusNein
Lebenserwartung
Geschlechtsreife
12 - 24 Monate
Tragzeit
15 - 16
Lebenserwartung Geschätzt
Männchen4 - 8 Jahre
Weibchen4 - 8 Jahre
Anpassungen Mehrsprachig
Obligater Ameisenfolger: Er ist zwingend auf Wanderameisen angewiesen. Er frisst nicht die Ameisen selbst, sondern jagt die Insekten, die in Panik vor dem Ameisenschwarm flüchten.
Vertikale Kletterfüße: Die kräftigen Beine und langen Krallen sind perfekt daran angepasst, seitlich an senkrechten Stämmen zu hängen, um den Boden sicher von oben zu beobachten.
Bedrohungen Mehrsprachig
Waldfragmentierung: Wanderameisen benötigen riesige, ungestörte Waldgebiete. Wird der Wald zerstückelt, verschwinden die Ameisen und die Ameisenvögel verhungern in kürzester Zeit.
Klimawandel: Die Austrocknung des Waldbodens reduziert die Insektenpopulation im Laub und stört den Rhythmus der Ameisenschwärme.
Fakten Mehrsprachig
Der Tyrann am Schwarm: Am Ameisenschwarm herrscht eine strenge Hierarchie. Der Zweifarben-Ameisenvogel vertreibt kleinere Arten aggressiv, um sich die besten Jagdplätze zu sichern.
Stimmungsring-Augen: Die nackte, blaue Haut um das Auge leuchtet bei Erregung oder Aggression durch erhöhten Blutfluss noch intensiver.
