Costa Rica Species
Dicksonia sellowiana
PlantaeIUCN ENIn Bearbeitung Kürzliche Sichtung

Dicksonia sellowiana

Baumfarn

Hook., 1844

Texte Mehrsprachig
Dicksonia sellowiana ist ein majestätischer und extrem langsam wachsender Baumfarn, der als botanisches Relikt vergangener geologischer Epochen gilt. Er zeichnet sich durch seinen robusten und faserigen Stamm (Scheinstamm) aus, der eine Höhe von bis zu 10 Metern erreichen kann und aus einer dichten Masse adventiver Wurzeln und alten Wedelbasen besteht, die ihm eine raue, dunkle Textur verleihen. An seiner Spitze entfaltet er eine spektakuläre Krone aus tiefgrünen, doppelt oder dreifach gefiederten Wedeln, die bis zu 2 oder 3 Meter lang werden können. Im Gegensatz zu Farnen der Gattung Cyathea ist der Stamm von Dicksonia deutlich dicker und an der Basis der Blattstiele meist mit einer Schicht rötlicher oder brauner Haare bedeckt. Er bildet keine Blüten oder Samen; seine Vermehrung hängt von Sporen ab, die in randständigen Sori enthalten sind. Es ist eine architektonische Art, die die Physiognomie der Hochgebirgs-Nebelwälder bestimmt.

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Julia Trouin

Taxonomie

StamPteridophyta
KlassePolypodiopsida
OrdnungCyatheales
FamilieDicksoniaceae
GattungDicksonia
Taxonomische AutoritätHook., 1844

Ökologie & Status

Herkunft

Heimisch

Trend

Abnehmend

Wuchsform

--

Blatttyp

--

Blütezeit

Ganzjährig

Sichtungen

Ja

Lebensraum Mehrsprachig

Es ist eine spezialisierte Art der Nebelwälder und Eichenwälder in den Highlands. Er bevorzugt kaltes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und konstanten Niederschlägen. Er gedeiht im schattigen Unterholz, oft in sauren, wassergesättigten organischen Böden. In Costa Rica ist er häufig in den Gebirgsketten Talamanca und Cordillera Volcánica Central zu finden, meist oberhalb von 1.500 Metern Höhe, wo der Nebel beständig ist.

Licht- & Wasserbedarf Mehrsprachig

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Verhalten Mehrsprachig

Er fungiert als „biologisches Hotel“ im Ökosystem. Sein ständig feuchter Stamm wird von einer riesigen Vielfalt an Bryophyten (Moosen und Lebermoosen), kleineren Farnen und Orchideen besiedelt. Er bietet Nahrungsgründe für insektenfressende Gebirgsvögel und Mikrohabitate für Amphibien, die konstante Feuchtigkeit benötigen. Sein Vorhandensein ist ein Indikator für den Zustand und die Reife des Nebelwaldes.

Toxizität / Nutzung Mehrsprachig

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Körpermaße

Länge (cm)

100.0 - 1000.0 cm

Fortpflanzungsstrukturen

Blumenfotos (Max 2)

Kein Bild

Fruchtfotos (Max 2)

Kein Bild

Anpassungen Mehrsprachig

Hygroskopischer Stamm: Der Scheinstamm besteht aus einem dichten Geflecht aus Luftwurzeln, die wie ein biologischer Schwamm wirken. Diese Struktur absorbiert und speichert Feuchtigkeit direkt aus Nebel und Regen, bietet ein feuchtes Mikrohabitat für den Farn selbst und ermöglicht die Ansiedlung zahlreicher epiphytischer Pflanzen.
Kälteresistenz: Im Gegensatz zu vielen anderen tropischen Baumfarnen hat sich Dicksonia sellowiana so entwickelt, dass er Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt in hohen Gipfeln toleriert und seine Stoffwechselaktivität in Gebirgsökosystemen aufrechterhält, in denen die Sonnenenergie unbeständig ist.

Bedrohungen Mehrsprachig

Entnahme als ornamentales Substrat (Xaxim): Jahrzehntelang wurde sein faseriger Stamm massiv geerntet, um aufgrund seiner hervorragenden Feuchtigkeitsspeicherung Orchideentöpfe und Substrate herzustellen. Diese Praxis hat die Art in vielen Teilen ihres Verbreitungsgebiets an den Rand des Aussterbens gebracht, was zu ihrem strengen gesetzlichen Schutz geführt hat.

Fakten Mehrsprachig

Schildkrötenwachstum: Dieser Farn ist ein Beispiel für biologische Geduld; sein Stamm wächst nur 1 bis 3 Zentimeter pro Jahr. Ein Individuum mit einer Höhe von 5 Metern befindet sich wahrscheinlich seit über 200 Jahren im Nebelwald und hat klimatische und ökologische Veränderungen überlebt.