Costa Rica Species
Virola koschnyi
PlantaeHöchster Rang in der Taxonomie. Fasst alles Leben in Domänen zusammen: Animalia, Plantae, Fungi usw.IUCN LCInternationale Union für die Erhaltung der Natur — weltweite Autorität zum Aussterberisiko von Arten. — Nicht gefährdet — weit verbreitet und häufig; kein unmittelbares Aussterberisiko.In BearbeitungAktueller Stand dieses Eintrags im redaktionellen Überprüfungsablauf. Kürzliche Sichtung

Virola koschnyi

Banak / Goldfruchtbaum

Warb., 1905

Texte Mehrsprachig
Der Goldfruchtbaum (Virola koschnyi) ist ein majestätischer Baum des Kronendachs, der zur Familie der Myristicaceae (derselben wie die Muskatnuss) gehört. Er zeichnet sich durch seinen außergewöhnlich geraden und zylindrischen Stamm aus, der Höhen von 35 bis 40 Metern erreichen kann, mit einer horizontalen und quirlständigen Verzweigungsarchitektur, die ihm in seiner Jugend eine pyramidale Krone verleiht. Seine Rinde ist dunkelbraun und gibt bei Verletzung einen rötlich-oxidierten Saft ab, der Blut ähnelt – eine Eigenschaft, die ihm mehrere seiner gebräuchlichen Namen eingebracht hat. Die Blätter sind einfach, wechselständig und ledrig, wobei die Unterseite oft von einer rostfarbenen Behaarung bedeckt ist. Er bringt winzige, gelbliche Blüten hervor, aber sein markantestes Merkmal ist die Frucht: eine eiförmige Kapsel, die sich bei Reife in zwei Klappen öffnet und einen glänzenden schwarzen Samen freigibt, der in einen fleischigen, verzweigten, leuchtend roten Samenmantel (Mazis) gehüllt ist. Er ist eine Schlüsselart in der Dynamik der Regenwälder Mittelamerikas.

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Julia Trouin

TaxonomieBiologische Klassifikation, die diese Art im Lebensbaum von Reich bis Gattung einordnet.

StamRang unter dem Reich. Fasst Organismen mit gleichem Grundbauplan zusammen (z.B. Chordata = Wirbeltiere und einige Wirbellose).Tracheophyta
KlasseRang unter dem Stamm. Unterteilung nach strukturellen Merkmalen (z.B. Mammalia, Aves, Reptilia, Insecta).Magnoliopsida
OrdnungRang unter der Klasse. Fasst verwandte Familien mit gemeinsamer Abstammung zusammen (z.B. Carnivora, Primates).Magnoliales
FamilieRang unter der Ordnung. Fasst eng verwandte Gattungen zusammen (z.B. Felidae = Katzen, Canidae = Hunde).Myristicaceae
GattungRang direkt über der Art. Das erste Wort des zweiteiligen wissenschaftlichen Namens.Virola
Taxonomische AutoritätWissenschaftler, der diese Art zuerst formal beschrieben und veröffentlicht hat, gefolgt vom Erscheinungsjahr.Warb., 1905
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Ökologie & StatusWie diese Art lebt: Habitat, Ernährung, Verhalten, Populationsstatus und Rolle in ihrem Ökosystem.

HerkunftOb die Art einheimisch (hier entstanden), endemisch (nur hier vorkommend) oder durch menschliche Aktivität eingeführt wurde.

Heimisch

TrendRichtung der Veränderung der Populationsgröße: zunehmend, stabil, abnehmend oder unbekannt.

Abnehmend

RollePosition in der Nahrungskette: Produzent, Herbivore, Karnivore, Omnivore, Zersetzer oder Parasit.

Allesfresser

WuchsformPhysische Form und Struktur der Pflanze: Baum, Strauch, Kraut, Kletterpflanze, Epiphyt, aquatisch usw.

--

BlatttypBlatteigenschaften: laubabwerfend (saisonaler Blattfall), immergrün, einfach, zusammengesetzt, nadelförmig usw.

--

BlütezeitJahreszeit, in der sich diese Art typischerweise fortpflanzt oder blüht.

Ganzjährig

SichtungenOb diese Art in den letzten Jahren in Costa Rica in freier Wildbahn beobachtet wurde.

Ja

LebensraumÜberblick über die spezifischen Ökosysteme und Umgebungen, in denen diese Art in Costa Rica vorkommt. Mehrsprachig

Er gedeiht in tropischen Regenwäldern des Tieflands, im Allgemeinen vom Meeresspiegel bis auf 800 Meter Höhe. Er bevorzugt tiefe, gut entwässerte Böden, die reich an organischer Substanz sind, verträgt aber auch Bedingungen mit hoher Bewölkung und konstanten Niederschlägen. In Costa Rica ist er ein lebenswichtiger Bestandteil der oberen Waldschicht an der Karibikküste und in der Nordzone und bildet zusammen mit Arten wie dem Gavilán einen Teil des dominierenden Kronendachs.

Licht- & WasserbedarfLichtintensität und Feuchtigkeitsgehalt, die diese Pflanze zum Wachsen und Reproduzieren benötigt. Mehrsprachig

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VerhaltenMuster der täglichen Aktivität, Bewegung, Territorialnutzung, Nahrungssuche und saisonale Verhaltensänderungen. Mehrsprachig

Er ist eine Schlüsselart für die Vogelwelt. Seine Früchte ziehen große Verbreiter wie Tukane und Schaku-Hühner an, die die Frucht wegen ihres nahrhaften roten Samenmantels im Ganzen schlucken. Der geschützte Samen wird unversehrt ausgewürgt oder ausgeschieden, was eine Fernverbreitung ermöglicht. Er ist ein zweihäusiger Baum, was bedeutet, dass er für eine effektive Fortpflanzung die Anwesenheit sowohl männlicher als auch weiblicher Individuen in der Nähe benötigt – ein kritischer Faktor für seine Erhaltung.

Toxizität / NutzungVorhandene Giftstoffe und dokumentierte Auswirkungen auf Menschen oder andere Organismen. Mehrsprachig

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Körpermaße

Länge (cm)

1200.0 - 4000.0 cm

FortpflanzungsstrukturenBlüten, Früchte und Samen: Fortpflanzungsorgane und ihr saisonales Erscheinen.

Blumenfotos (Max 2)

Kein Bild

Fruchtfotos (Max 2)

Kein Bild

AnpassungenErbliche Merkmale, die das Überleben und die Fortpflanzung der Art in ihrer Umgebung verbessern. Mehrsprachig

Horizontale Quirl-Architektur: Der Banak zeigt ein Wachstumsmodell (Massart-Modell), bei dem die Seitenäste in klar definierten horizontalen Ebenen wachsen. Diese Anordnung ermöglicht es dem jungen Baum, die maximale Menge an diffusem Licht im schattigen Unterholz einzufangen, bevor er das volle Kronendach erreicht, was seine Photosyntheseeffizienz optimiert.
Antiseptischer und defensiver Saft: Das rötliche Harz, das reich an Tanninen und Phenolen ist und aus seiner Rinde fließt, wirkt wie ein schneller Wundverschluss. Dieses „Blut“ schreckt nicht nur bohrende Insekten durch seinen bitteren Geschmack und seine chemischen Eigenschaften ab, sondern verhindert auch die Ansiedlung pathogener Pilze in der extrem feuchten Umgebung des Regenwaldes.

BedrohungenDokumentierte Druckfaktoren, die die Population verringern: Habitatverlust, Jagd, Krankheiten, Klimawandel, invasive Arten. Mehrsprachig

Intensive Abholzung: Aufgrund seines geraden Stammes und des leicht zu bearbeitenden Holzes (verwendet für Sperrholz, Zierleisten und Kisten) war der Banak Gegenstand massiver selektiver Entnahme. Der Verlust großer Individuen beeinträchtigt die Verfügbarkeit von Samen und die Struktur des oberen Kronendachs.

FaktenÜberraschende oder bemerkenswerte Fakten, die das Einzigartige oder ökologisch Bedeutsame dieser Art hervorheben. Mehrsprachig

Der Baum, der blutet: Der Name „Drachenblut“ oder „Blutbaum“ ist auf die spektakuläre chemische Reaktion seines Harzes zurückzuführen. Wenn die Rinde angeschnitten wird, tritt die Flüssigkeit klar aus, oxidiert aber fast augenblicklich bei Kontakt mit der Luft und nimmt eine tief blutrote Farbe an, die von indigenen Kulturen für medizinische Zwecke verwendet wurde.