Costa Rica Species
Clathrus columnatus
FungiHöchster Rang in der Taxonomie. Fasst alles Leben in Domänen zusammen: Animalia, Plantae, Fungi usw.IUCN NEInternationale Union für die Erhaltung der Natur — weltweite Autorität zum Aussterberisiko von Arten. — Nicht bewertet — noch nicht nach den Kriterien der Roten Liste der IUCN bewertet.In BearbeitungAktueller Stand dieses Eintrags im redaktionellen Überprüfungsablauf. Kürzliche Sichtung

Clathrus columnatus

Säulen-Gitterling

Bosc, 1811

Texte Mehrsprachig
Ein skurriler oberirdischer Pilz, der sich aus einer weichen, weißlichen, gallertartigen unterirdischen Hexenei-Struktur entwickelt. Bei der Reife platzt das Ei und gibt ein aufrechtes Rezeptakulum frei, das aus 2 bis 5 vertikalen, schwammigen, hohlen Säulen besteht. Diese Arme sind leuchtend orange bis lippenscharlachrot, bogenförmig geschwungen und an der Spitze miteinander verwachsen. Die obere Innenseite trägt eine schleimige, olivenbraune Sporenmasse (Gleba) mit intensivem Aasgeruch.

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Julia Trouin

TaxonomieBiologische Klassifikation, die diese Art im Lebensbaum von Reich bis Gattung einordnet.

StamRang unter dem Reich. Fasst Organismen mit gleichem Grundbauplan zusammen (z.B. Chordata = Wirbeltiere und einige Wirbellose).Basidiomycota
KlasseRang unter dem Stamm. Unterteilung nach strukturellen Merkmalen (z.B. Mammalia, Aves, Reptilia, Insecta).Agaricomycetes
OrdnungRang unter der Klasse. Fasst verwandte Familien mit gemeinsamer Abstammung zusammen (z.B. Carnivora, Primates).Phallales
FamilieRang unter der Ordnung. Fasst eng verwandte Gattungen zusammen (z.B. Felidae = Katzen, Canidae = Hunde).Phallaceae
GattungRang direkt über der Art. Das erste Wort des zweiteiligen wissenschaftlichen Namens.Clathrus
Taxonomische AutoritätWissenschaftler, der diese Art zuerst formal beschrieben und veröffentlicht hat, gefolgt vom Erscheinungsjahr.Bosc, 1811
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85%
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Ökologie & StatusWie diese Art lebt: Habitat, Ernährung, Verhalten, Populationsstatus und Rolle in ihrem Ökosystem.

HerkunftOb die Art einheimisch (hier entstanden), endemisch (nur hier vorkommend) oder durch menschliche Aktivität eingeführt wurde.

Heimisch

TrendRichtung der Veränderung der Populationsgröße: zunehmend, stabil, abnehmend oder unbekannt.

Unbekannt

RollePosition in der Nahrungskette: Produzent, Herbivore, Karnivore, Omnivore, Zersetzer oder Parasit.

Zersetzer

GenießbarkeitOb dieser Pilz essbar, giftig, halluzinogen oder von unbekannter Sicherheit ist. Niemals nur auf Grundlage dieser Daten verzehren.

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HutformForm des Pilzhutes (Pileus): konvex, flach, genabelt, trichterförmig, glockenförmig usw.

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HymenophorSportragende Fläche des Pilzes: Lamellen, Poren, Zähne, Leisten, glatt oder runzelig.

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FruchtzeitJahreszeit, in der sich diese Art typischerweise fortpflanzt oder blüht.

Ganzjährig

SichtungenOb diese Art in den letzten Jahren in Costa Rica in freier Wildbahn beobachtet wurde.

Ja

LebensraumÜberblick über die spezifischen Ökosysteme und Umgebungen, in denen diese Art in Costa Rica vorkommt. Mehrsprachig

Häufig in subtropischen und warm-gemäßigten Regionen zu finden. Er gedeiht als Saprobiont auf organisch reichen Böden, verrottendem Laub, stark gemulchten Gartenbeeten, Rasenflächen, städtischen Parks und sandigen Böden in Küstennähe. Er wird oft auf verrottenden Holzspänen und landwirtschaftlichen Resten beobachtet.

SubstratDas organische Material oder der Wirtsorganismus, den dieser Pilz besiedelt und abbaut. Mehrsprachig

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VerhaltenMuster der täglichen Aktivität, Bewegung, Territorialnutzung, Nahrungssuche und saisonale Verhaltensänderungen. Mehrsprachig

Ein vergänglicher, saprobiontischer Bodenpilz mit einer explosiven Fruchtkörperdynamik. Das vegetative Netz lebt unscheinbar im Boden und baut Holzmulch ab. Die sichtbaren Säulen tauchen auf, sporulieren durch Insektenanlockung und zerfließen innerhalb von 24 bis 48 Stunden.

Körpermaße

Länge (cm)

3.0 - 20.0 cm

Hymenium-StrukturenMakrofotografien der sporenerzeugenden Flächen zur Pilzbestimmung.

Keine Bilder der Hymeniumoberfläche verfügbar.

AnpassungenErbliche Merkmale, die das Überleben und die Fortpflanzung der Art in ihrer Umgebung verbessern. Mehrsprachig

Nutzt eine hochentwickelte entomochore (durch Insekten unterstützte) Sporenverbreitungsstrategie. Durch die Nachahmung des Aussehens und der chemischen Duftstoffe von verrottendem Fleisch lockt er Schmeißfliegen und Käfer an, die die Sporen weitertragen.
Die unterirdische 'Hexenei'-Phase fungiert als lebenswichtiger hydraulischer Schutzschild, der eine dicke Schicht aus nährstoffreichem Wassergel enthält, die die blitzschnelle Expansion der vertikalen Säulen innerhalb weniger Stunden antreibt.

BedrohungenDokumentierte Druckfaktoren, die die Population verringern: Habitatverlust, Jagd, Krankheiten, Klimawandel, invasive Arten. Mehrsprachig

Intensiver Einsatz von Breitband-Fungiziden auf städtischen Rasenflächen, in der kommerziellen Landschaftspflege und in landwirtschaftlichen Zonen, wodurch das verborgene unterirdische Myzel im Boden vernichtet wird.

FaktenÜberraschende oder bemerkenswerte Fakten, die das Einzigartige oder ökologisch Bedeutsame dieser Art hervorheben. Mehrsprachig

Die Expansion der Säulenstruktur verläuft so schnell, dass der Übergang von einem geschlossenen Hexenei zu einer voll aufrechten, offenen 15 cm hohen roten Säule an einem warmen Morgen weniger als zwei bis drei Stunden dauern kann.